Snow White – Lack und Farbe

Nachdem die erste Hürde der Wegfindung geschafft war, geht die Reise weiter ins Tal der Farben. Anmutig wurden die Rechenwerke in Gang gesetzt und die Telemetriedaten für das Raycasting initialisiert. Wie das passiert zeige ich euch auf der folgenden Seite

In dieser Phase des Märchencharakters wird es bunt, denn sie bekommt endlich was zum Anziehen. Der Stil bzw. Farben von Schneewittchen sind eindeutig. Blau, rot, gelb – Die Grundfarben. Das Gesicht habe ich für das erste Rendering schon etwas angepasst, ist aber noch lange nicht die finale Version.
 
An diesem ersten Test-Rendering konnte ich die Licht Einstellung ausprobieren. Ich benutze ein einfaches GI mit niedrigen Werten um die Renderzeit klein zu halten. In der Szene soll nichts weiteres zu sehen sein als der Charakter. Noch schaut Schneewittchen etwas düster aus, doch das wird sich bald ändern.
Um jetzt der Figur noch mehr Eleganz zu verleihen, möchte ich einen Umhang um die Hüfte legen, der nach hinten weht. Dazu nutze ich eine Polygonfläche die mit Hilfe von Befestigungspunkten und Wind in Form gebracht wird. Im Video ist der Formvorgang zu sehen. Die Kugel dient dabei als Kollisionsobjekt um die Knicke hinzubekommen. Das Ganze wird dann in der Pose eingefroren und am Charakter angebracht.
 
Im zweiten Test-Rendering ist schon viel mehr zu sehen. Der Umhang sitzt und das Kleid hat mehr Details bekommen.

An dieser Stelle ist mir aufgefallen, dass ich die Zwerge weglassen sollte. Denn die Ressourcen zu Berechnung habe ich dafür gar nicht. Ich bewege mich mit der aktuellen Einstellung am Speichermaximum. Deshalb werde ich mich jetzt auf die Details und die Beleuchtung konzentrieren.

Die Beleuchtung besteht bei mir in der Szene Grundsätzlich aus 3 Lichtobjekte. Der Charakter ist in der Szene als Zylinder für die Vereinfachung dargestellt. Das Hauptlicht ist der Würfel direkt vor der Figur. Er ist auch beim rendern sichtbar und sorgt für zusätzliche Spiegelungseffekte. Da gibt es noch vor der Figur eine Lichtquelle die nur Licht nach vorne gezielt als helles Detail abstrahlt. Die flache Geometrieform ist das Backlight. Um noch etwas bessere Atmosphäre zu schaffen, habe ich die Farbe des Bodens pink eingefärbt.
 
Die nächsten Bilder zeigen die Beleuchtung gerendert. Im ersten Bild ist gut zu sehen, wie das Detaillicht auf die Szene wirkt. Der Schatten auf dem Boden zeigt das Licht, welches beim rendern in der Endszene nicht zu sehen ist. Im zweiten Bild ist gut das Backlight zu sehen. Es ist in einem hellen blau gehalten um soll die Figur umschlingen, um so die Konturen besser abzuzeichnen.
 
Die Beleuchtung ist nun richtig eingestellt und es folgt ein weiteres Test-Rendering. Ich finde das Ergebnis kann sich sehen lassen, ist aber noch nicht fertig. Ich habe mir das Gesicht in diesem Schritt zu herzen genommen. Denn der alte Ausdruck war einfach nur ernst und panzerbrechend. Mit den größeren Augen und dezentes Make-Up wirkt die Lady gleich viel freundlicher.
 
Mittlerweile sind die Lichtpartikel hinzugekommen und bringen etwas mehr Atmosphäre. Über den vergifteten Apfel thront jetzt ein Schädel der das Übel aus dem Inneren repräsentieren soll. Die Kleidung wurde noch an den Schultern und Kragen modifiziert. Dem finalen Bild steht so nichts mehr im Weg.


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