Scriptor – Believe in yourself

Da ich dieses Projekt schon etwas länger bearbeite, wollte ich nun zu einem ersten präsentablen Ergebnis kommen und habe mich an das finale Rendering gewagt. Dabei zeige ich euch wie ich die Szene aufgebaut habe und was es für Herausforderungen gab.

In vergangener Zeit hatte ich viel herumprobiert um ein gutes Bild zu rendern. Doch das ist mir bis jetzt noch nicht gelungen. Erst nach und nach kam ich hinter den Tricks und Geheimnisse die es beim berechnen von komplexen Szenen gibt. Gerade die Beleuchtung ist das A und O bei eine Autoszene. Schauen wir uns nur die Werbespots oder Plakate großer Autohersteller an, fällt auf das die Bilder makellose sind. In die Darstellung wird viel Zeit investiert und individuell auf die Szene angepasst.

Und das habe ich auch gemacht. Bei einem einzigen Bild besteht nur die Möglichkeit aus einer Perspektive alles bzw. das Beste vom Objekt zu zeigen. Anders sieht das bei einem Video aus. Und wie schaffen es die großen Filmhersteller das aus vielen Perspektiven das Gezeigte immer gut aussieht? Wir nehmen bei Animations-Szenen nicht nur ein Bild war sondern ganz viele und können uns dann eine Meinung über das Aussehen bilden. Mal haben wir ein Bild im Dunkeln, mal im hellen oder ein Objekt wird angestrahlt und überblendet. Dies eignet sich nicht als einzelnes Renderbild. Optisch nehmen wir den Durchschnitt und können dann sagen, das uns das gesehene gefällt.

Hier könnt ihr sehen wie die Szene im Ganzen aufgebaut ist. Als Präsentationsfläche habe ich ein U-Profil genutzt, damit der Übergang am Ende rund ist und einen weichen Verlauf nach oben bietet. Zwei große Blöcke ohne Texturen sorgen für eine bessere Beleuchtung, weil sie das Licht nicht kegelförmig nach hinten herauslassen und so der Hintergrund mit der Distanz verdunkelt wird. So kann aber auch das Licht besser auf das Auto abgeleitet werden. Dies funktioniert nur durch das eingesetzte Global Illumination, welches Licht aussendet und von Objekten reflektiert.
Als Beleuchtungs-Objekt habe ich das erste Mal eine halbrunde Form genommen. Das Fahrzeug ist so ohne Backlight 135° von vorne ausgeleuchtet. Als Akzent gibt es nur noch eine Lichtquelle direkt vor dem Auto. Dieses leuchtet aber nur den Boden an um den bläulich-lila Schimmer zu erzeugen. Es ist so eingestellt, dass es nicht bis zum Ende des U-Profil durch leuchtet. Hat also eine radiale Abnahme in der Leuchtstärke.
Um eine gute Spiegelung auf den Materialien zu erreichen, habe ich eine Lightmap erstellt die ein Panoramabild ist und als Sphere um die Szene gelegt wurde. Die Reflexe bzw. weiße Flächen wurden dann speziell für die Umgebung angepasst und an den richtigen Positionen verschoben.
Das ist die Sicht aus der platzierten Kamera. Sie zeigt das ungerenderte Bild im Editor an. Hier habe ich auch direkt den Schriftzug „SCRIPTOR Believe in yourself“ hinzugefügt, sowie einen einfachen Linseneffekt der von links nach rechts einen leichten blau Schimmer verursacht. Dargestellt hier als weißer Stern. Im Grunde war es das und hier könnt ihr das fertige Bild sehen:

Das finale Bild wurde in HD gerendert (1920×1080). Um diese knallige Farbe für den Lack hinzubekommen, sind noch weitere Schritte notwendig. Der Lack hat als Zusatz noch einen Leuchtkanal in orange der als Lichtquelle funktioniert. Dazu kommt dann noch ein Glüheffekt in der gleichen Farbe. Die Schwierigkeit war es eine Umgebung zu schaffen in dem das Fahrzeug gut zur Geltung kommt. Die Spiegelung auf dem Boden war knifflig und hatte mit an meisten Zeit in Anspruch genommen. Die Farbe musste passen, das Relief musste mit der Größe und der Spiegelungsrauheit harmonieren. Zudem durfte das Auto im Boden nicht dominieren.

Mit dem Slogan „Believe in yourself“ möchte ich ausdrücken das ein Projekt nicht verloren ist nur weil es gerade nicht so rund läuft wie es gewollt ist. Ich brauchte unzählige Versuche um gute Ergebnisse hinzu bekommen, dabei spielte ausprobieren und lernen eine sehr große Rolle. Das Projekt ist Mittlerweile in Version 40 und der Innenraum ist noch nicht fertig.



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